Die Geschichte des Vereins

 

Das Jahr 1976
Ein Tanzverein braucht eine Trainingsstätte. Nach der Gründung des TKP im Jahre 1976 fanden die Übungsabende im "Grünen Jäger" statt.Das Jahr1980Nach Stationen im Dorfkrug in Schapen und dem Sporteck in Rautheim fand man nach vier Jahren Tanzkreis Polizei auf dem Voigtländergelände in der Petzvalstrasse 50 endlich eine "eigene" Trainingsstätte.Dieses Fabrikgebäude war allerdings nicht in einem betanzbaren Zustand. Frohgemut wurde in dreimonatiger Arbeit und mit 1200 Stunden Eigenleistung der Vereinsmitglieder der Raum hergerichtet.Am 20. Juni 1980 konnte der neue Saal eingeweiht werden. Alle Gruppen hatten nun eine gemeinsame Trainingsstätte und der Entwicklung des Tanzkreises stand nichts mehr im Wege.Das Jahr 1983Die Chronik vermerkt für das Jahr 1983 96 aktive Tanzpaare, die in neun Gruppen von Montag bis Freitag von drei Trainern (Bagusch, Aßmann, Hoffmann) angeleitet wurden.Das Jahr 1987Bedauerlicherweise währte die Freude nur sechs Jahre, dann meldete die Stadt Eigenbedarf an und der TKP stand wieder "auf der Strasse". Übergangsweise waren die Gaststätte Kersten in Dibbesdorf und der Krug zum grünen Kranze in Lehndorf die Heimat der Tänzer.Glücklicherweise arbeitete damals Irene Gruse mit Frau Gonsior zusammen. Diese wusste, dass im Heinrich-Büssing-Ring Räume leer standen. Sofort wurde Heinz Gruse alarmiert und die Räume auf Tauglichkeit untersucht. Wieder war es ein Industriegebäude und es sah nicht nach Tanzsaal aus.Zum Glück fanden die drei zwei Räume ohne Stützen, aus denen ein Tanzsaal gemacht werden konnte. Aber es musste zunächst eine Wand herausgerissen werden. Das übernahm der Hauseigentümer, die Fa. Körber.Am 3. Januar 1987 wurde bei Außentemperaturen von minus 20 Grad mit dem Ausbau begonnen. Die Regie übernahm der "Mann mit der Schürze", Heinz Gruse. Mittlerweile im Ruhestand, verbrachten er und weitere 54 Vereinsmitglieder die nächsten drei Monate auf der Baustelle.Wenn man eine Buchhalterin zur Frau hat, wird natürlich alles aufgeschrieben und so ist genau überliefert, wer wieviel Stunden auf der Baustelle im Einsatz war.Nach H. Gruse (770 Std.) folgen die Herren Parg (332 Std), Gertler (226 Std), Titze (194 Std.), Schwiekowski (192 Std.) und Hausdorf (138 Std.) auf den nächsten Plätzen. Insgesamt wurden 2978 Stunden erbracht. Das entspricht bei einem damaligen Stundenlohn von 15,- DM einer Eigenleistung von 44.670,- DM.Weitere 50.482,- DM mussten für Material aufgebracht werden. Es wurden verbaut:

  • 975 m Kanthölzer und Blocklatten als Unterkonstruktion für Wände und Decken                  
  • 258 m² Isolierwolle für die Decken                  
  • 174 m² Styroporplatten zum Isolieren der Außenwände                  
  • 176 m² Spanplatten zum Verkleiden isolierter Wände                  
  • 360 m² Decken- und Wandpaneele                  
  • 17 m Fensterbänke eingebaut                  
  • 53 kg Gips- und Spachtelmasse verarbeitet                  
  • 1050 Löcher in Beton bzw. Mauerwerk gebohrt                  
  • 1552 große Schrauben verarbeitet              

Da wurden Reste natürlich nicht weggeworfen, sondern an anderen Stellen eingebaut. Auch wenn die Stadt das Projekt mit 16.800,- DM bezuschusste, wurde die Vereinskasse arg strapaziert.

Wenn auch der Pinsel beim Abwaschen der gekalkten Wände manchmal wegen des Frostes anfror, so hielt doch Frau Aßmanns Suppe von innen warm. Damit der Bauleiter nicht ausfiel, wurden seine Füsse abends von seiner Reni immer in ein heisses Fußbad gesteckt.

Die erste Jahreshauptversammlung auf der Baustelle fand dann am 18. März 1987 statt. Am 30. April 1987 konnte der neue Saal mit einem Tanz in den Mai seiner Bestimmung übergeben werden.

Über den Sommer wurden noch Restarbeiten erledigt und der Saal eingetanzt. Die offizielle Einweihung konnte dann am 26. September 1987 in einem festlichen Rahmen mit 64 Paaren, Ehrengästen und Schlüsselübergabe vorgenommen werden. Hierzu gab es Gulaschsuppe.

Das Jahr 2003
Aber auch eine viel genutzte Trainingsstätte muss einmal renoviert werden. Im Jahr 2003 wurde die Renovierung mit dem hierfür zurückgelegten Geld durchgeführt.

Die Diskothek wurde verlegt, ein neuer Abstellraum geschaffen und alles mit freundlichen Farben versehen. Am 11. Oktober 2003 konnte der neu strahlende Saal mit einer Tanzparty eingeweiht werden.

Der nächste Umzug in eine neue Trainingsstätte wird so schnell nicht geschehen, da auf Grund der gemachten Erfahrungen der Vereinsvorstand vor 20 Jahren einen Mietvertrag bis in das Jahr 2021 abgeschlossen hat.

Und das hat wieder mit den Fenstern zu tun. Aber das ist eine andere Geschichte ...

(Oktober 2007)